Internationales Lyrikfestival Meridian in Czernowitz, 9.-11. September 2016

In weniger als einem Monat ist die Literaturhauptstadt Europas wieder Czernowitz – wir freuen uns auf das Internationale Lyrikfestival Meridian!

Als Reiselektüre (besonders für diejenigen, die noch nie in der Bukowina und Galizien waren und die lange Fahrt nicht mit dem Flieger verkürzen,) empfehlen sich die Aufzeichnungen und Reiseskizzen aus der Neu-alten Peripherie.

Eine literarische und historische Einführung in das ehemalige jiddische Umfeld der Stadt von Rose Ausländer ist in dem Band My dear Roisele | Itzig Manger und Elieser Steinbarg zu finden. Mit Texten von Itzig Manger, Elieser Steinbarg, Rose Ausländer, Alfred Margul-Sperber, Alfred Kittner, Helios Hecht und anderen.

merid_poster-Large-Копія-810x1001

Deutsche Bundesregierung erkennt offiziell Massenmord an Herero und Nama in früherer Kolonie Deutsch-Südwestafrika als Genozid an

Zum ersten Mal hat die deutsche Bundesregierung die Massaker an den Herero und Nama in der früheren Kolonie Deutsch-Südwestafrika zwischen 1904 bis 1908 in einem offiziellen Dokument als Völkermord eingestuft. Gleichwohl ergeben sich daraus keine unmittelbaren Rechtsfolgen oder Entschädigungszahlungen. Die taz. die tageszeitung heute dazu mit einem Artikel: https://taz.de/Bundesregierung-zum-Herero-Massaker/!5322681/

Der letztes Jahr zur Leipziger Buchmesse erschienene Band von Florian Fischer und Nenad Cupic beschreibt anhand des Beispiels des deutschen Genozids im heutigen Namibia, daß von Deutschland zu verantwortende Völkermorde nicht erst Mitte des 20. Jahrhunderts auftreten, sondern mit 500 Jahren europäischer Expansion und Ausbeutung verbunden sind.

u1u4_Kontinuitaet_Genozid.indd

Aus der Einleitung: 

Kolonialismus nimmt im deutschen Gesellschaftsdiskurs und der kollektiven Vorstellungswelt einen marginalen Platz ein. Die offizielle deutsche Kolonialgeschichte mag vielleicht kurz und für das kollektive historische Bewusstsein der deutschen Gesellschaft bisher recht folgenlos erscheinen, gleichwohl war sie deutlich länger und folgenschwerer, als vielfach gedacht. Zudem war sie von einer Brutalität, einer Grausamkeit und einem Ausmaß an Gewaltentgrenzung geprägt, daß sie alles andere als folgenlos für die betroffenen Menschen und Länder war. Wenn wir uns mit den Bildern beschäftigen, mit den ‚Kadavern in unserem Kopf‘, mit den Zusammenhängen, die hinter dieser Geschichte stehen, kommen wir nicht umhin, den Spuren und Verbindungslinien nachzugehen, die sich aufgrund der Gemeinsamkeit der Alltäglichkeit von Brutalität und dem ‚Ausrotten‘ nach Plan ziehen lassen. Auch Deutschland hatte einen bedeutenden Anteil an kolonialen Genoziden, lange vor dem Nationalsozialismus.

Das vorliegende Buch ist ein Entlanggehen auf den Spuren dieser Verbindungslinien. Gedanklicher Ausgangspunkt ist der „Tabubruch“ bzw. das „Zivilisationsunglück“[1], das mit der Shoa assoziiert wird. Der Schwerpunkt dieser Spurensuche liegt auf dem Völkermord an den Herero und Nama in der ehemaligen deutschen Kolonie Deutsch-Südwestafrika von 1904-1908. Unsere These ist, daß die ‚Barbarei‘ als Synonym für das Massenmorden nicht nur als Ausdruck und als Effekt der ‚Moderne‘ zu denken sind, sondern als deren Grundlage, als das Fundament auf dem die westlich-europäische Zivilisation aufgebaut ist. Die erkenntnisleitende Frage lautet daher: Welche Kontinuitätslinien bestehen zwischen dem Genozid an den Herero und Nama im kolonialen Namibia und der Shoa und den nationalsozialistischen Völkermorden?

[1]      Gerwarth & Malinowski 2007 u. Platt 1996, 17.

 

Der erste Juli-Newsletter ist da!

Unser neues Newsletter ist online und verschickt (zum Bestellen des Newsletters einfach eine kurze Mail an newsletter@aphorisma-verlag.de schicken).
 
Mit dabei: eine Reise in die neu-alte Peripherie Europas, nach Czernowitz/Tscherniwzi, die neue, für den Jerusalemsverein gestaltete Postkarte ‚Talita Kumi – Hoffnung auf Zukunft‚, sowie antiquarische Bücher über Berlin und Umgebung – die ‚Berolina‚.

Das Bulletin 20 der AphorismA Kulturstiftung ist erschienen!

Bulletin 20 der AphorismA Kulturstiftung | Spring 2016 | ISSN 1868-2448 | 1,00 € (Schutzgebühr)

Mit Beiträgen von Matthias Ries, Uri Shani, Rainer Zimmer-Winkel, einem Gebet von Domique Motte op („…und entwaffne auch uns“) sowie Auszügen aus dem Verlags- und Agenturprogramm von AphorismA.

http://aphorisma.de/catalog/bulletin-der-aphorisma-kulturstiftung-20-fruehjahr-2016-p-9845.html

750_020

A Call for Love in the Face of Hatred: Rabbi Lerner’s talk at Muhammad Ali’s Memorial

Ein Mitschnitt des bewegenden Nachrufs von Rabbi Michael Lerner auf der Gedenkzeremonie von Muhammad Ali (Cassius Clay). Momentan arbeitet AphorismA an der Veröffentlichung von Lerners letztem Buch Embracing Israel/Palestine. Diese kann als Patin oder Pate unterstützt werden

Untenstehend findet sich ein Einleitungstext, der bei Tikkun veröffentlicht wurde – dem Magazin, dessen Herausgeber Lerner ist.

Quelle: http://www.tikkun.org/nextgen/27711

Weiterlesen A Call for Love in the Face of Hatred: Rabbi Lerner’s talk at Muhammad Ali’s Memorial

Flugschriften vier erschienen!

Die Reihe fliegender Botschaften setzt sich fort!

In seiner am 29. Januar 2016 im Schwedischen Parlament gehaltenen Dankesrede anläßlich der Verleihung des Olof Palme-Preises, den er zusammen mit Gideon Levy erhielt, setzt sich unser Autor Mitri Raheb, Pastor an der Evangelischen Weihnachtskirche in Bethlehem und Präsident von Diyar Consortium مجموعة ديار , auseinander mit den Bedingungen des zivilen Widerstands und dem Eintritt für Menschenrechte in Palästina.

100_803

aphorisma.de/cat…/wir-werden-frei-sein-frei-frei-p-9843.html

Mitri Raheb bei AphorismA: http://aphorisma.de/catalog/advanced_search_result.php…

Glückwünsche zum 30. Geburtstag der Arbeitsgemeinschaft Literarischer Gesellschaften und Gedenkstätten

Dieses Wochenende findet die Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft Literarischer Gesellschaften und Gedenkstätten (ALG) in Berlin und Frankfurt/Oder an unterschiedlichen wie renommierten Orten statt. Dieser Tage jährt sich zudem die Gründung der Arbeitsgemeinschaft bereits zum 30. Mal. Herzlichen Glückwunsch!

Das Programm der Tagung findet sich hier:

http://www.alg.de/leve…/download_user/einladung-2016_web.pdf